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Erste Null-Energie-Wohnüberbauung in der Schweiz




Zürich, 28. September 2005 – Auf dem Sulzer-Areal in Oberwinterthur realisiert Allreal die schweizweit erste Null-Energie-Wohnüberbauung. Das Baugesuch für den „Eulachhof“ mit zwei fünfgeschossigen Baukörpern plus Attikageschoss sowie vier zweigeschossigen Nebenbauten mit Raum für Läden und Loftwohnungen (insgesamt 136 Mietwohnungen) wurde am 28. September eingereicht. Der passive Energiehaushalt wird dank dem Einsatz von speziellem Solarglas, Photovoltaikanlagen sowie weiteren energetischen und baulichen Massnahmen erreicht. Die Baukosten für die im Herbst 2007 bezugsbereiten Wohnungen betragen rund CHF 55 Millionen.

Der „Eulachhof“ entsteht auf einem 11'500 Quadratmeter grossen Teilgrundstück des ehemals industriell genutzten Sulzer-Areals in Oberwinterthur. Das Projekt bildet den Auftakt zur geplanten Quartierentwicklung, die auf dem vom Stadtrat am 14. November 2001 genehmigten Rahmenplan „Zentrumsgebiet Oberwinterthur“ basiert. Die Überbauung umfasst zwei identische Gebäudekomplexe, bestehend aus zwei fünfgeschossigen Hauptgebäuden und je zwei zweigeschossigen Nebengebäuden mit einem privaten Innenhof. Insgesamt sind 136 Mietwohnungen geplant. Die Erdgeschosse entlang der Else-Züblin-Strasse sind für publikumsorientierte Nutzungen (Läden) vorgesehen. Um das passivsolare Energiekonzept umsetzen zu können, sind die beiden Baukörper gegen Süden ausgerichtet und optimal wärmegedämmt. In der Gebäudehülle werden speziell entwickelte opake Glasfassadenelemente eingesetzt. Diese mehrschichtig aufgebauten Solargläser GLASSXcrystal (selektives Prismenglas kombiniert mit Latentwärmespeicher) wirken im Sommer klimatisierend, im Winter heizend.

Die hocheffiziente Haustechnik (Abwasserwärmepumpe, hochwertige, energiesparende Haushaltgeräte) ermöglicht – in Kombination mit der gedämmten Gebäudehülle – das Null-Energie-Konzept zu realisieren.

Gebäudeeigene Energieproduktion
Der Strombedarf für den „Eulachhof“ wird über die überbauungseigenen Photovoltaikanlagen und die Solargläser GLASSXcrystal gedeckt. In der Jahresbilanz muss somit keine kostenpflichtige Energie für den Wärmehaushalt (Raumheizung und Warmwasser) zugeführt werden. Dank der energetischen Massnahmen liegt der Energieverbrauch um rund zwei Drittel tiefer als bei herkömmlichen Überbauungen. Der „Eulachhof“ ist die erste Wohnsiedlung dieser Grössenordnung in der Schweiz, bei der dieses Energie-Konzept realisiert wird. Bisher wurden wohl einzelne Wohn- und Bürogebäude realisiert, nicht aber eine ganze Wohnüberbauung.

Die Wohnungen umfassen unterschiedliche Wohnungstypen mit 1 ½ - bis 5 ½ Zimmern. Alle Wohnungen verfügen über von Fassade zu Fassade reichende, überhohe und grosszügige Wohnräume, grossflächige Balkone oder Terrassen. Die teilweise faltbaren Abtrennungen in den Wohnbereichen ermöglichen eine individuelle Raumaufteilung. Der „Eulachhof“ richtet sich an Personen, die eine offene Raumaufteilung bevorzugen und ihre Wohnung im Laufe der Zeit den sich allenfalls verändernden Bedürfnissen anpassen möchten. Die Wohnungen verfügen über einen hohen Ausbaustandard.

Die höheren Investitionskosten werden langfristig kompensiert durch die nachhaltigen Einsparungen bei den Betriebskosten. Da die Stromerzeugung für Raumheizung und Warmwasser keine Kosten verursacht, hat der Mieter lediglich für die Energie für den persönlichen Bedarf (Licht, TV, Computer, Herd, Waschmaschine, etc.) aufzukommen. Für die Mietwohnungen sind markt- und quartierübliche Zinsen vorgesehen (z.B. rund 1900.- netto, für eine 4 ½ Zimmer-Wohnung).

Fakten und Zahlen
Grundeigentümer bis Baufreigabe: Sulzer Immobilien AG, Winterthur
ab Baufreigabe: Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
oder Drittinvestor

Bauherrschaft Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
Projektentwicklung Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
Totalunternehmer Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
Architektur GLASSX AG Architektur & Projekte, Zürich
Haustechnik Amstein & Walthert AG, Zürich
Projekt - Null-Energie-Wohnüberbauung mit insgesamt
  136 Mietwohnungen
- Zwei fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit
  Attikageschoss und vier zweigeschossige Nebenbauten
- Ladenflächen im Erdgeschoss der Nebenbauten
- Unterniveaugarage mit 202 Einstellplätzen

Wohnungsspiegel 2 x 1½  Zi-Wohnungen
2 x 2½  Zi-Wohnungen
2 x 2½  Zi-Maisonette-Wohnungen
8 x 2½  Zi-Attika-Wohnungen
48 x 3½  Zi-Wohnungen
48 x 4½  Zi-Wohnungen
6 x 4½  Zi-Maisonette-Wohnungen
4 x 4½  Zi-Attika-Wohnungen
8 x 5½  Zi-Wohnungen
4 x 5½  Zi-Attika-Wohnungen

Grundstücksfläche 11’526 m2
Geschossfläche inkl. Garage 30’500 m2
Hauptnutzfläche Wohnen14’512 m2
Ladenflächen  660 m2
Lagerflächen333 m2

Gebäudeinhalt 96’300 m3
Baukosten rund CHF 55 Mio.

Termine
Baueingabe 28. September 2005
Baubeginn (geplant) Frühjahr 2006
Rohbauende (geplant) Frühjahr 2007
Bezug in Etappen (geplant) ab Oktober 2007


Für Rückfragen und weitere Auskünfte:

Allreal Gruppe
Matthias Meier
GlassX AG
Markus Läubli, dipl. Architekt FH
Leiter UnternehmenskommunikationMitglied der Geschäftsleitung
Telefon 044 319 12 67Telefon 044 445 17 44
Mobile 079 400 37 72Telefax 044 445 17 49
E-Mail matthias.meier@allreal.chE-Mail markus.laeubli@glassx.ch


Allreal-Gruppe
Allreal kombiniert ein ertragsstabiles Immobilienportfolio mit der Tätigkeit des Generalunternehmers (Projektentwicklung, Realisation, Kauf und Verkauf von Liegenschaften). Der Wert des Immobilienportfolios beläuft sich auf CHF 2.95 Milliarden. Im Geschäftsjahr 2011 betrug das von der Generalunternehmung abgewickelte Projektvolumen CHF 743 Millionen. In Zürich, Basel, Bern und St. Gallen beschäftigt das Immobilienunternehmen mehr als 300 Mitarbeitende. Allreal, mit operativem Sitz in Zürich, ist ausschliesslich in der Schweiz tätig. Die Aktien der Allreal Holding AG sind an der Börse kotiert.




Glossar

Solarnutzung

  • Aktive Solarnutzung
    Von aktiver Sonnenenergienutzung spricht man, wenn mittels Kollektoren die Wärme der Sonneneinstrahlung genutzt wird, um beispielsweise das Brauchwasser zu erwär-men. Als aktive Solarnutzung gilt auch die Umwandlung von Sonneneinstrahlung mittels Sonnenzellen zu Elektrizität (Photovoltaik).
  • Passive Solarnutzung
    Von passiver Sonnenenergienutzung spricht man, wenn die Sonneneinstrahlung direkt dazu genutzt wird, um einen Raum oder ein Gebäude zu beheizen oder zu beleuchten. In diesem Fall gelangen architektonische Lösungen und geeignete Werkstoffe zur An-wendung, ohne Umweg über eine Hilfsenergie. Wenn bei der Realisation eines Gebäu-des lediglich die passive Solarnutzung zur Anwendung kommt, spricht man von „Miner-gie-P-Standard“ oder vom „Internationalen Passivhausstandard“.

Thermische Nutzung (Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme)
Sonnenkollektoren sind in ihrer Bauform flache Kästen, die ein schwarz gestrichenes Absorberblech enthalten. Damit es im Innern eines Kastens richtig heiss wird, sind sie auf der Vorderseite mit einer Glas- oder Kunststoffscheibe, auf der Rückseite mit einer Isolation versehen. Die in dieser „Strahlenfalle“ entstehende Wärme wird durch Rohrlei-tungen ins Sanitär- oder ins Heizsystem abgegeben.

Photovoltaik (Umwandlung von Sonnenenergie in Elektrizität)
Die Umwandlung geschieht in dünnen, durch Glas geschützte Siliziumscheibchen. Meh-rere dieser Solarzellen werden elektrisch zusammengeschlossen und zu grösseren Einheiten – „Panels“ – zusammengefasst. Beim Auftreffen von Sonnenlicht wandeln sie dieses in elektrische Energie um. Der so gewonnene Strom kann in Batterien gespei-chert werden. Immer häufiger allerdings wird Sonnenenergie in Wechselstrom umge-wandelt und so in das bestehende 250-V-Netz eingespeist, bereit für den Eigenge-brauch. Allfällige Überproduktion kauft das Elektrizitätswerk.

Architektonische Lösung
Eine auf die Sonnenenergienutzung ausgerichtete Gebäudekonzeption berücksichtigt all jene architektonischen Faktoren, dank denen das Gebäude die Sonnenwärme spei-chern und für die Heizung nutzen kann: Ausrichtung, leistungsfähige Verglasung und Wärmedämmung, Glaswände für Veranden etc. Die optimale Nutzung des Tageslichtes gehört ebenfalls dazu.

GLASSXcrystal
Das Solarglas GLASSXcrystal integriert als neues Baumaterial alle vier Systemkompo-nenten der Solarnutzung in einer funktionellen Isolierglaseinheit. Es sind dies die Wär-medämmung, der Überhitzungsschutz, die Energieumwandlung von Licht in Wärme und der thermische Speicher. Ein in den Scheibenzwischenraum implementiertes Prismen-glas reflektiert die hoch stehende Sommersonne nach aussen und schützt auf diese Weise den Innenraum zuverlässig vor Überhitzung. Die Wintersonne hingegen passiert in voller Intensität den Sonnenschutz. Zentrales Element von GLASSXcrystal ist ein Wärmespeichermodul, das die solare Energie aufnimmt, speichert und zeitverzögert als angenehme Strahlungswärme an die Innenräume abgibt.