Zürich, 13. September 2005 – Auf dem 2002 erworbenen Teil des Escher-Wyss-Areals in Zürich-West will Allreal die bestehende industrielle Nutzung fortführen und den Standort schrittweise aufwerten.
Die in Zusammenarbeit mit einem Beirat unter Leitung von Josef Estermann erarbeitete Entwicklungsstrategie sieht vor, das Areal über die nächsten Jahre unter Beibehaltung der Industrie mit zusätzlichen Nutzungen aufzuwerten und in quartier- und marktgerechten Etappen weiter zu entwickeln.
Da die Industrie heute keine oder nur mehr vernachlässigbare Immissionen verursacht, ist ein breites Spektrum von zusätzlichen Nutzungen möglich – von weiterer Industrie über Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen, Kultur, Unterhaltung bis Freizeit.
Allreal ist überzeugt, mit dem beabsichtigten Vorgehen die Voraussetzungen für eine in jeder Beziehung sinnvolle Ergänzung, Erweiterung, Belebung und Durchmischung des heute öffentlich nicht zugänglichen Industrieareals wie auch des Entwicklungsgebietes Zürich West zu schaffen.
Seit über 100 Jahren wird auf dem Escher-Wyss-Areal in Zürich West industriell gearbeitet. Obwohl sich auf dem Gelände mittlerweile zahlreiche – auch kulturelle – Dienstleister etabliert haben, ist die Maschinenindustrie mit gegen 700 Beschäftigten nach wie vor ein bedeutender und wichtiger Nutzer.
Die drei von Allreal 2002 erworbenen Grundstücke haben eine Gesamtfläche von 60’000 Quadratmetern. Die aktuell vorhandene Nutzfläche von rund 52’000 Quadratmetern ist bei einer marktgerechten Miete nahezu vollständig vermietet. Hauptmieter sind die aus Sulzer-Escher Wyss/Escher Wyss hervorgegangenen Industrieunternehmen MAN TURBO AG Schweiz und VA TECH HYDRO AG. Kleinere und kleinste Flächen sind an verschiedene Dienstleistungsunternehmen vermietet. Einziger Leerstand ist das an die Hardturmstrasse angrenzende Modellmagazin. Diese im Herbst 2004 erworbene Liegenschaft ist aufgrund verschiedener Auflagen der Feuerpolizei nicht nutzbar.
Dank einer deutlich unter dem quartierüblichen Wert liegenden Ausnützung verfügt das Industrieareal Escher-Wyss über ein beträchtliches Entwicklungspotenzial.
Auf Bestehendem aufbauen Obwohl der 1995 von der Stadt Zürich per Gemeinderatsbeschluss genehmigte private Gestaltungsplan die relativ kurzfristige Realisierung einzelner Projekte erlauben würde, entschied sich Allreal für die Entwicklung einer übergeordneten Nutzungsstrategie.
Möglich wurde dieses auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Vorgehen insbesondere deshalb, weil Allreal dank bestehender Verträge mit wirtschaftlich erfolgreichen Mietern weder zeitlich noch wirtschaftlich unter Druck steht.
Die Erarbeitung der Entwicklungsstrategie erfolgte in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Beratungsgremium unter der Leitung des Zürcher alt Stadtpräsidenten Josef Estermann. Weitere Mitglieder sind der holländische Architekt und Städteplaner Wiel Arets, Thomas Held, Direktor des Think Tanks Avenir Suisse, der Architekt und Planer Andreas Hofer, Thomas Sevcik, Gründer und Leiter des auf die Begleitung von Entwicklungsprozessen spezialisierten Unternehmens Arthesia sowie Brigit Wehrli-Schindler, Direktorin und Leiterin von Stadtentwicklung Zürich.
Die gemeinsam mit dem Beirat erarbeitete Strategie sieht die Weiterentwicklung des Industrieareals auf Grundlage der bestehenden Nutzung vor.
- Das Areal soll langfristig fortgesetzt industriell genutzt werden
- schrittweise Weiterentwicklung der Liegenschaft auf Basis und unter Beibehaltung der Industrie als Kernnutzung - neue und zusätzliche Nutzungen sorgen für eine sinnvolle Ergänzung, Erweiterung, Belebung, Durchmischung und Aufwertung des Areals
- Die Realisierung von Projekten soll in quartier- und marktgerechten Etappen erfolgen, um auf veränderte Bedürfnisse flexibel reagieren zu können
Die Industrie sichert dem Areal die Zukunft und eine unverwechselbare Identität Die Absicht, das Areal weiter zu entwickeln statt es neu zu bauen, ermöglicht ein schrittweises und dadurch flexibles Vorgehen:
Zuerst wird Allreal die wirtschaftlichen, planerischen und baulichen Voraussetzungen für den Erhalt beziehungsweise Ausbau des innerstädtischen Industriestandortes schaffen.
In einem weiteren Schritt soll die industrielle Nutzung dann innerhalb des Areals räumlich weiter optimiert werden. Für die dadurch frei werdenden Grundstücke und Arealteile sind industrienahe oder industrieverträgliche Nutzungen zu evaluieren. Im Anschluss daran können schliesslich konkrete Projekte geplant und umgesetzt werden.
Da die Industrie heute keine oder nur mehr vernachlässigbare Immissionen verursacht, ist ein breites Spektrum von Nutzungen denkbar – von weiterer Industrie über Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen, Kultur, Unterhaltung bis Freizeit.
Den Entscheid zur Umsetzung der vorgesehenen Entwicklungsstrategie wird Allreal nach Abschluss der umfassenden Überprüfung aller relevanten Aspekte sowie nach erfolgter Rücksprache mit den verschiedenen Anspruchs- und Interessengruppen voraussichtlich Ende 2005 fällen.
Weitere Informationen zum Industrieareal Escher-Wyss sind verfügbar unter: www.industrieareal-escher-wyss.ch
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